Der Sumak Sirdjan trägt den Namen der Stadt Sirjan in der persischen Region Kerman, wo die Afshar-Nomaden ihre Webtradition über Generationen weitergaben. Anders als beim klassischen Kelim entsteht seine Oberfläche nicht im Schlitzweb-Verfahren, sondern durch das geduldige Umwickeln der Kettfäden: eine Technik, die dem Flachgewebe eine dichte, fast gestickte Struktur schenkt. Auf der Rückseite bleiben die Fäden ungeschnitten liegen, ein ehrliches Zeugnis der Handarbeit, kein Makel. Die geometrischen Motive erzählen vom Alltag zwischen Weidegründen und Zelten, in kräftigen Formen, wie sie die Menschen aus dem Gedächtnis weben. Weil die Wolle von Hand gesponnen wird, wandert die Farbe manchmal sanft von Ton zu Ton: Abrash, die lebendige Signatur handgesponnenen Garns. So verbindet der Sumak Sirdjan nomadisches Können mit der ruhigen Kunst des Wickelns.
Abrash
Leichte Farbnuancen in der Fläche (Abrash) entstehen durch handgesponnene, in kleinen Partien gefärbte Wolle. Sie sind ein Echtheitsmerkmal handgefertigter Stücke und machen jedes Exemplar zum Unikat.
Pflege
Regelmäßig staubsaugen (ohne rotierende Bürste). Flecken sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben. Nicht nass reinigen oder in die Waschmaschine geben. Bei Bedarf professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direktes Sonnenlicht vermeiden, um Farbveränderungen vorzubeugen. Den Teppich gelegentlich drehen, um gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.