Die Afscharen sind ein türkischsprachiger Nomadenstamm, der im 16. Jahrhundert aus dem Nordwesten Persiens in den Süden um die Stadt Kerman zog und seine Bildsprache mitnahm. Afshar-Teppiche sprechen die klare, geometrische Sprache der Nomaden: kräftig, direkt, aus dem Gedächtnis geknüpft statt von der Vorlage. Das bekannteste Motiv ist ein langgestrecktes Mittelfeld, das in mehrere quadratische Medaillons ausläuft; manche lesen darin die zum Trocknen aufgespannte Tierhaut, wie sie im Nomadenleben allgegenwärtig war. Über die Jahrhunderte mischte sich in dieses Erbe der Einfluss der Werkstätten von Kerman. So treten neben den geometrischen manchmal auch florale Motive auf. Weil die Wolle handgesponnen ist, lebt die Farbe: Abrash, sanfte Schattierungen im Flor, die jede Bahn zum Zeugnis echten Handwerks machen.
Abrash
Leichte Farbnuancen in der Fläche (Abrash) entstehen durch handgesponnene, in kleinen Partien gefärbte Wolle. Sie sind ein Echtheitsmerkmal handgefertigter Stücke und machen jedes Exemplar zum Unikat.
Pflege
Regelmäßig staubsaugen (ohne rotierende Bürste). Flecken sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben. Nicht nass reinigen oder in die Waschmaschine geben. Bei Bedarf professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direktes Sonnenlicht vermeiden, um Farbveränderungen vorzubeugen. Den Teppich gelegentlich drehen, um gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.