Wenn du einen Gashgai vor dir hast, blickst du auf die Webkunst nomadischer Stämme aus der Region Fars, dort wo die Ausläufer des Zagros-Gebirges das Weideland der Herden umrahmen. Die Gashgai sind türkischsprachige Nomaden, die ihre Teppiche nicht nach Vorlage, sondern aus dem Gedächtnis knüpfen: Muster, die von Generation zu Generation weiterwandern. Typisch sind vertikal gereihte Rauten und Medaillons, umspielt von fein stilisierten Blüten, Zweigen, Vögeln und den Tieren der eigenen Herde. Jedes Motiv erzählt vom Leben zwischen Sommer- und Winterweide. Aus handgesponnener, pflanzengefärbter Wolle entsteht so ein fest geknüpfter Teppich, dessen sanfte Farbwanderungen, das Abrash, von der Hand am Spinnrad zeugen und keine zwei Bahnen ganz gleich erscheinen lassen. Gashgai gelten als eine der ausdrucksstärksten Stammestraditionen Persiens.
Abrash
Leichte Farbnuancen in der Fläche (Abrash) entstehen durch handgesponnene, in kleinen Partien gefärbte Wolle. Sie sind ein Echtheitsmerkmal handgefertigter Stücke und machen jedes Exemplar zum Unikat.
Pflege
Regelmäßig staubsaugen (ohne rotierende Bürste). Flecken sofort mit einem feuchten Tuch abtupfen, nicht reiben. Nicht nass reinigen oder in die Waschmaschine geben. Bei Bedarf professionelle Teppichreinigung empfohlen. Direktes Sonnenlicht vermeiden, um Farbveränderungen vorzubeugen. Den Teppich gelegentlich drehen, um gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten.